Das Delphinprojekt   I


Mensch-Delphin-Übersetzerdas digitale Neurophondas dreidimensionale holographische Klangsystemder Phonemdetektor,  Spracherkennung zwischen Mensch und Computer

   In den 60er Jahren arbeitete die U.S.-Navy an einem Forschungsprojekt, das menschliche Kommunikation mit Delphinen ermöglichen sollte. Es sollte ein System entwickelt werden, das menschliche Sprache in die der Delphine übersetzen konnte und umgekehrt. Hintergrund dieses Vorhabens war es, Delphine zu militärischen Zwecken einsetzen zu können. Das Projekt wurde schließlich eingestellt, nachdem der Forschungsleiter unter bis heute nie geklärten Umständen zu Tode kam. Er ertrank beim Schwimmen in flachem Wasser – angeblich an einem Herzanfall.

   Die beteiligten Forscher wollten das Projekt auch ohne Dr. Batteau fortsetzen. Das Projekt war inzwischen so weit gediehen, dass eine Verständigung mit den Delphinen tatsächlich möglich geworden war. Man hatte eine Art gemeinsamen Grundwortschatz mit den Delphinen entwickelt und die Forscher waren in der Lage, den Delphinen Anweisungen zu geben. Genauer gesagt begannen die Delphine inzwischen, das Ganze umzudrehen und den Menschen Befehle zu geben!
Die Regierung beendete das Projekt und erklärte die gesamten Forschungsunterlagen für 50 Jahre lang zur geheimen Verschlusssache.
Patrick Flanagan ist davon überzeugt, dass eine Fortsetzung der Forschungen die Menschen zu einem neuen Verständnis für andere Geschöpfe auf dieser Erde hätte führen können. Wie er in verschiedenen Vorträgen ausführte (Wien 2002, Kopenhagen 2003) ist eine Mensch-Delphin-Kommunikation letztlich sogar ohne Geräte möglich. Mit seinem
Neurophone hatte Patrick entdeckt, dass auch wir Menschen ein Ultraschall-Hörorgan besitzen wie Delphine und Wale. Und er erzählte, dass es Menschen möglich sei, mit ihrer Stirn Signale zu erzeugen, die von den Delphinen wahrgenommen werden können.

   Der Leiter des Projektes, Dr. Dwight Wayne Batteau, hatte von Patrick Flanagans seltener Begabung im Umgang mit Computern und Elektronik gehört und machte 1964 den 20jährigen Flanagan zu einem Mitglied seines Teams. Patrick Flanagan wurde zum Vizepräsidenten der Listening Incorporated (‚Hören AG’) in Arlington ernannt. Hier wurde die Hardware für das Projekt entwickelt, während die eigentlichen Delphin-Tests auf Coconut Island bei Hawaii stattfanden.

   Die Forschungsteams entwickelten den ‘Mensch-Delphin-Übersetzer’. Dieses Gerät war in der Lage, menschliche Sprache in verständliche Delphinlaute zu übertragen. Umgekehrt konnten Delphinpfiffe für Menschen verständlich gemacht werden. Es wurde mit den Delphinen ein Vokabular von dreißig Begriffen entwickelt, das es möglich machte, den Delphinen einfache Anweisungen zu geben. Während der Arbeit mit den Delphinen zeigte sich, dass die Delphine nicht nur einfach antrainierte Handlungen ausführen konnten, sondern dass sie auch in der Lage waren, konzeptionell zu denken und auf Änderungen sofort zu reagieren.

   Die Forscher entwickelten ein ‘Sondol’ genanntes Gerät, das Schallwellenreflektionen zur Identifizierung von Oberflächen einsetzt- wie Delphine es tun. Das Neurophone ermöglichte es, Delphinlaute überhaupt wahrzunehmen, die weit jenseits der Hörgrenze eines Menschen liegen. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit entwickelte Flanagan schließlich die digitale Version des Neurophone

   Während des Delphinprojekts entdeckte der Leiter der Forschungen, Dr. Dwight Batteau, dass es die Form der menschlichen Ohrmuschel ist, die es dem Gehirn ermöglicht, eine Geräuschquelle im dreidimensionalen Raum zu lokalisieren. Ankommende Klangwellen werden durch die Ohrmuschel mit einer Art Zeitcode versehen. Das Gehirn ist in der Lage, diesen Code zu entschlüsseln und dadurch die Position der Klangquellen im Raum nachzuvollziehen. Dr. Batteau entwarf daraufhin einige Produkte, die Patrick Flanagan weiter entwickelte und verbesserte, z. B. Künstliche Ohren: an einen künstlichen Kopf wurden in den Ohrmuscheln ein Paar Mikrofone angebracht. Tonaufnahmen, die mit diesem Apparat gemacht wurden, zeichneten neben den Tönen auch die entsprechenden Ortungsinformationen auf. Beim Abhören der Aufnahmen mit einem Kopfhörer entstand eine Art räumliches Hören- als befände man sich z. B. mitten im Konzertsaal.
Diese Technik wurde von den Beach Boys für eines ihrer Alben verwendet. Es wurde mit einem Set von Lasermikrophonen aufgezeichnet, das Patrick Flanagan entwickelt hatte. Das Ergebnis war nicht nur ein Stereoklang mit erstaunlicher Klangtiefe, sondern ein dreidimensionales holographisches Klangerlebnis.

   Eine weitere Entwicklung war der Phonemdetektor. Dies war ein Spracherkennungssystem, das in der Lage war, spezifische Charakteristika von Lauten zu erkennen. Der Phonemdetektor war Grundlage für die Entwicklung des Mensch-Delphin-Übersetzers. In Kombination mit anderen Komponenten war der Phonemdetektor dazu imstande, Maschinen durch Stimmkommandos zu steuern. Auf dieser Basis ist auch eine Spracherkennung zwischen Mensch und Computer möglich- die Grundlage einer verbalen Kommunikation zwischen Mensch und Computer.

 

- Seitenanfang -