Das Neurophone   I


Das eigentliche Wunder ist der Mensch - Menschliches Bewusstsein und Patrick Flanagans Neurophone, Teil 1
Von Katrin Klink

   Elefanten sind intelligente Tiere. Aber auch ausgewachsene Elefanten lassen sich an einen kleinen Stab oder Baumstumpf festbinden ohne den Versuch zu unternehmen, sich loszureißen. Sie machen als Jungtiere die Erfahrung, dass sie keine Chance haben, sich von diesem Stab oder Baumstumpf zu befreien; in späteren Jahren stellen sie diese Erfahrung nicht mehr in Frage. Nicht der Mensch oder ein kleiner Baumstumpf hält die riesigen Geschöpfe in Gefangenschaft, sondern ihr eigenes Bewusstsein. (1)

   Das menschliche Bewusstsein funktioniert auf ganz ähnliche Weise. Wir lernen früh, was ‚möglich’ oder ‚normal’ ist und halten diese Vorstellungen meist für den Rest unseres Lebens für Realität. William James beschrieb das treffend so: „Die meisten Menschen leben [...] in einem äußerst eingeschränkten Umkreis ihre Potentials. Sie machen nur von einem kleinen Teil ihres möglichen Bewusstseins und der Ressourcen ihrer Seele Gebrauch, so wie ein Mann, der sich angewöhnt hat, anstelle des ganzen Körpers nur den kleinen Finger zu bewegen.” 

   Menschliche Möglichkeiten, die über die gewohnten Fähigkeiten hinausgehen , werden bestenfalls als ‚paranormal’ bezeichnet. Menschen mit ‚abnormalen’ Fähigkeiten landeten früher auf dem Scheiterhaufen, heute oft genug in geschlossenen Abteilungen der Psychiatrie. In anderen Kulturkreisen werden außergewöhnliche Eigenschaften ganz anders bewertet   - und geschätzt. Diese auch ‚Siddhis’ genannten Bewusstseinskräfte werden in zahlreichen buddhistischen, aber auch christlichen, moslemischen, jüdischen oder taoistisch ausgerichteten Gesellschaftsformen als durchaus positive Fähigkeiten angesehen, die mit einer fortschreitenden spirituellen Entwicklung einhergehen. (2)

   Es gibt zahlreiche Beschreibungen von Heiligen und Meistern, aber auch Schamanen oder ganzen Naturvölkern, in denen Menschen außergewöhnliche Dinge wie Levitation, Bilokation oder telepathischer Kommunikation vollbrachten. Für Aborigines z. B. ist telepathische Verständigung eine Selbstverständlichkeit. (3) Wie normal ist also eine menschliche Gemeinschaft, die eher zum Handy als zur offensichtlich menschen-möglichen Telepathie greift, um miteinander zu kommunizieren?

   Normalität und Realität sind nicht nur eine Sache des gesellschaftlichen Blickwinkels, sondern auch der individuellen Wahrnehmung. Wir neigen dazu, unsere Wahrnehmungen für Wirklichkeit zu halten. Was wir jedoch wahrnehmen, ist nie die Realität, sondern nur unsere individuelle Interpretation der Realität. In Akira Kurosawa Filmklassiker ‚Rashomon’ wird ein und dieselbe Geschichte aus der Perspektive verschiedener Menschen erzählt – jeweils völlig unterschiedlich. Das Ganze ist eine Parabel über Wahrheit und Wahrnehmung, die man durchaus auch auf unser tägliches Leben beziehen kann.

   George Leonard schreibt hierzu: “Durch das Prinzip der Kamera irregeführt, nehmen wir gemeinhin an, dass sich in unserem Kopf ein Bild befindet, welches eine Reproduktion einer identischern äußeren Realität darstellt. Dies ist keineswegs der Fall. Das „Bild“ als solches existiert in der Außenwelt nicht, sondern Schwingungen verschiedener Frequenzen, die durch unsere Sinne umgesetzt werden und im Gehirn eine Reihe von Transformationen durchlaufen, um schließlich nach „außen“ projiziert zu werden.“ (4)

   Das heißt, dass alles, was wir wahrnehmen, einen Filter durchläuft: unsere eigene Interpretation während der Decodierung der Impulse. Annahmen, Blockaden und andere persönliche Begrenzungen schaffen unser Bild der Realität – und Normalität.

   Wenn es auch nur einem einzigen Menschen möglich ist, Außergewöhnliches zu vollbringen, ist dies offensichtlich eine ‚menschliche’ Fähigkeit; sie sollte also einigen, wenn nicht allen Menschen zugänglich zu sein. Da wir davon ausgehen, diese Fähigkeiten nicht zu besitzen, nehmen wir sie in unserem Alltag weder wahr noch trainieren wir sie. Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht dazu in der Lage wären, diese Fähigkeiten zu erlernen und auszuüben.

   Das inzwischen weltweit beobachtete und beschriebene Phänomen, das unter der Bezeichnung ‚Indigo-Kinder’ zusammengefasst wird zeigt deutlich, dass nicht länger ‚nur’ Heilige und Meister ungewöhnliche Fertigkeiten praktizieren; jetzt wächst mitten unter uns eine ganze Generation von Kindern heran, die scheinbar abnormale Dinge tut. Indigo-Kinder können z. B. durch Wände sehen, Gegenstände bewegen, ohne sie anzufassen, Pflanzenwachstum beschleunigen u. v. m. (5). In China soll es Tausende von Kindern geben, die mit den Händen, der Nase, den Füßen und mit den Ellbogen sehen können (6). 

   Tatsächlich kann jeder von uns etwas Vergleichbares. Buchstäblich jeder Mensch verfügt über einen zusätzlichen, bisher ungenutzten Sinn: wir alle können über die Haut hören. 1991 konnte Martin Lenhardt an der University of Virginia nachweisen, dass Menschen die Fähigkeit besitzen, Ultraschallwellen über die Haut wahrzunehmen, d.h. zu hören. (7) Lenhardt benutzte für seinen Nachweis ein Gerät, das bereits über 30 Jahre zuvor erfunden worden war: Patrick Flanagans Neurophone.

   Patrick Flanagan hatte als Kind ein Buch gelesen, das der Futurologen und Science-Fiction Autor Hugo Gernsback 1911 geschrieben hatte. In diesem Buch beschrieb der Visionär Gernsback nicht nur mit erstaunlicher Detailgenauigkeit damals so phantastische anmutende Dinge wie Faxgeräte, Bildtelefone oder Freizeitkolonien im Weltall (ein Fall von Hellsichtigkeit, einer der als ‚gewöhnlicher’ eingestuften Siddhis?). Sein Protagonist benutzt auch ein Gerät, das mittels an die Stirn angelegter Elektroden Informationen und Bilder direkt ins Gehirn eines Menschen übertragen konnte: das Hynopbioskop.

   Patrick Flanagan hatte sich schon früh eine gewisse Berühmtheit als Wunderkind erworben. Bereits mit zwölf Jahren hatte er aus Elektronikschrott und Bauteilen im Wert von ca. 5 Dollar einen Fernlenkwaffendetektor entwickelt, mit dem er mehrere Jahre lang amerikanische und russische Atomraketentests aufzeichnete. Die amerikanische Regierung konfiszierte den Detektor und stufte alle damit zusammenhängenden Daten als ‚top secret’ ein. Patricks Detektor wurde in einen amerikanischen Satelliten eingebaut und zeichnete dann vom All aus im Dienste des Pentagons russische Raketentests auf.

1958 veranstaltete die Stadt Houston wieder einmal einen wissenschaftlichen Wettbewerb an Schulen, eine Art ‚Jugend forscht’. Patrick erinnerte sich an Gernsbacks Buch. In einer Bauzeit von 6 Monaten baute er das Hypnobioskop nach und nannte seine Erfindung ‚Neurophone’. Er war damals gerade 14 Jahre alt.

   Das Neurophone benutzt eine Trägerwelle im Ultraschallbereich und leitet über auf die Haut aufgelegte Elektroden Informationen direkt ins Gehirn weiter, u. a. ins Langzeitgedächtnis. Es stellte sich aber heraus, dass es auch in der Lage ist, Klänge über die Haut weiterzuleiten, allerdings jenseits des gewohnten Hörkanals. Patrick Flanagan schreibt hierzu: „Zahlreiche Tests beweisen, dass es den achten cranialen Nerv, den Hörnerv, umgeht und Klänge direkt zum Gehirn überträgt. Das bedeutet, dass das Neurophon die Wahrnehmung über einen siebten oder anderen Sinn anregt.“ (9)

   Diesen siebten Sinn besitzen wir alle, und er muss nicht trainiert werden. Mittels des Neurophone ist jeder Mensch sofort in der Lage, einen zusätzlichen Sinn und Wahrnehmungskanal zu nutzen! Das Hörerlebnis beschreibt Patrick Flanagan als ‚holographisch’; tatsächlich wird der Klang im Zentrum des Kopfes hörbar. Diese völlig neuartige Funktion brachte dem Neurophone und seinem jungen Erfinder ungeheure Publicity ein. Während einer Vorführung des Geräts im Houston Amateur Radio Club war ein Reporter darauf aufmerksam geworden, der eine stark schwerhörige Enkeltochter besaß. Er fragte Patrick, ob seine Enkelin das Gerät ausprobieren dürfe. Patrick lud beide zu sich nach Hause ein und tatsächlich war das Mädchen in der Lage, mit dem Neurophone Musik zu hören. Der begeisterte Großvater schrieb einen Artikel über Patrick und das Neurophone, ein langer Bericht im renommierten LIFE-Magazin folgte, und bald trat Patrick sogar in Talkshows auf, um seine Erfindung zu demonstrieren. Daraufhin erhielt er Tausende von Briefen und Anfragen aus aller Welt. Manche waren nur adressiert an: Pat Flanagan, Erfinder, Texas, USA.

   Das erste Neurophone bestand aus Gebrauchsgegenständen aus dem Flanagan-schen Haushalt wie einem umgebauten Audioverstärker und einem Plattenspieler. Die ersten Elektroden baute Patrick aus Spülschwämmchen aus Stahlwolle zusammen, die er in Vespertüten aus Plastik steckte. Patrick Flanagan hat das Neurophone seither immer wieder weiterentwickelt. Seit November 2002 ist die neueste Version erhältlich, das Neurophone DSP. Inzwischen ist des Neurophone ein kleines, handliches Gerät, die Elektroden sind aus chirurgischem Edelstahl statt aus Spülschwämmchen. Bei der Anwendung des Neurophone wird der eigene Körper zu einem Teil des Schaltkreises. Ein eingebauter Rückkoppelungsmechanismus bewirkt eine optimale Anpassung an den jeweiligen Benutzer.

   Das Neurophone ermöglicht nicht nur eine ganz neue Form des Hörens über die Haut (sogar bei vielen Menschen, die an zentraler Taubheit leiden oder denen das Innenohr chirurgisch vollständig entfernt wurde (10)); Patrick Flanagan bezeichnete sein Neurophone auch als ‚elektronische Telepathiemaschine’. Dies rief den militärischen Geheimdienst auf dem Plan. Die Patentinformationen wurden von der Defense Intelligence Agency (DIA) aus Gründen der nationalen Sicherheit beschlagnahmt und erst fünf Jahre später wieder freigegeben. In dieser Zeit durfte Patrick nicht einmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit daran weiterarbeiten.

   Praxisnaher ist die Benutzung des Neurophone als effektives Schnell-Lern-Gerät. Es synchronisiert die Gehirnhälften und führt innerhalb kürzester Zeit in entspannte und meditative Zustände. Die außergewöhnliche Wirksamkeit des Neurophone in den unterschiedlichsten Bereichen ist darauf zurückzuführen, dass es in der Lage ist, unsere energetischen Blockaden und Filter zu umgehen. Dadurch können Informationen ungehindert und unverfälscht direkt in verschiedene Gehirnareale übertragen werden.

   Die Grenzen dessen, was uns das Neurophone letztlich ermöglichen kann, scheinen lediglich in uns selbst zu liegen. Es sollte dabei aber nicht vergessen werden dass das Neurophone ‚nur’ ein Katalysator ist. Es kann uns neue, ungeahnte Fähigkeiten und Wahrnehmungen ermöglichen und die Grenzen dessen, was wir bisher als ‚normale’ menschliche Fähigkeiten betrachtet haben, erweitern. Aber im Grunde verstärkt das Neurophone nur das, was an Potential in uns bereits vorhanden ist. Das eigentliche Wunder ist der Mensch.

   Das Neurophone war auch Grundlage eines Mensch-Delphin-Kommunikators, den Patrick Flanagan im Auftrag der amerikanischen Regierung entwickelte. Patrick Flanagan weiß über erstaunliche physiologische Ähnlichkeiten zwischen Menschen und Delphinen zu berichten und ist davon überzeugt, dass eine Kommunikation zwischen diesen beiden Arten auch ohne Geräte möglich ist. Mehr dazu und zur Funktionsweise des Neurophone in der nächsten Ausgabe. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit unter www.flanagan-neurophone.com

Zum Teil 2 des Artikels >>>
 

(1) Nach einem Motivationszitat von Ralph Marston, Exklusivrecht für die Deutsche Übersetzung und den Vertrieb für Dieter Langenecker Management Mentoring
(2) Tom Kenyon & Judi Sion, ‚Das Manuskript der Magdalena’, KOHA Verlag 2002
(3) Marlo Morgan, ‚Traumfänger’, Wilhelm Goldmann Verlag, 1995
(4) George Leonard, ‚Der Rhythmus das Kosmos’, rororo transformation, 1986
(5) Siegfried Woitinas, „Wer sind die Indigo-Kinder? Herausforderungen einer neuen Zeit, Urachhaus Verlag, 2002
(6) Sonnenwind, Ausgabe 6/ 2000, ‘Tausende von superhellsichtigen Kindern weltweit’
(7) Martin Lenhardt, Ruth Skellett, Peter Wang, Alex M. Clarke: ‘Human Ultrasonic Speech Perception, Science, Vol. 253, 5, 1991, 82.
(8) Hugo Gernsback: ‘Ralph 124C 41+’, Heyne Verlag, Ausgabe von 1973
(9) Dr. Patrick Flanagan : ‘Die Entwicklung des Neurophone’
(10) Wie (9)
(11) Wie (9)

Veröffentlicht in der Matrix 3000, Michaels Verlag, Ausgabe Mai/ Juni 2003
 

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