Das Neurophone   I


Kohärenz – das Geschenk der Delphine
Von Katrin Klink

Wissenschaftliche Untersuchungen wie z. B. die des amerikanischen Forschers David Cole haben gezeigt, dass in Delphin-Therapien Außergewöhnliches geschieht: innerhalb eines Zeitraums von ca. 10 Minuten verändert sich die Gehirnwellenaktivität der behandelten Menschen. Man geht davon aus, dass es der von den Delphinen ausgesandte Ultraschall ist, der das menschliche Gehirn in den Alpha-Zustand versetzt. Im Alpha-Zustand werden unsere beiden Gehirnhälften synchronisiert, d. h. kohärent – während normalerweise bei uns immer nur eine Gehirnhälfte dominant aktiv ist. Unsere linke Gehirnhälfte verarbeitet Informationen abstrakt und ist für Zahlen, Regeln und Analysen zuständig ist, unsere rechte Gehirnhälfte dagegen verarbeitet Informationen bildlich, bemüht sich um Überblick und Synthese. Natürlich sind beide Bereiche wichtig, aber erst im kohärenten, gemeinsamen Zusammenspiel beider Gehirnhälften entfaltet unser Gehirn sein volles Potential.

Ultraschall liegt jenseits des menschlichen Hörbereichs, aber wir reagieren offensichtlich darauf, wie u. a. die Delphintherapien beweisen. Tatsächlich haben wir Menschen ebenso wie Delphine oder Wale ein Ultraschallorgan! 1991 entdeckte Martin Lenhardt, ein Wissenschaftler an der Universität von Virginia, dass eine kleine Drüse in unserem Innenohr, das bislang als Gleichgewichtsorgan bekannte Sacculus, ein Ultraschallorgan ist. Lenhardt benutzte für seine Versuchsanordnung ein Gerät, das bereits mehr als 30 Jahre zuvor erfunden worden war: das Neurophone.

1958 hatte der 14-jährige Patrick Flanagan das Neurophone entwickelt, nachdem er zuvor in einem Science-Fiction-Roman von einem Gerät gelesen hatte, mit dem man im Schlaf schnell und effektiv lernen kann. Er war damals in den USA bereits als ‚Wunderkind’ bekannt, denn er hatte als 12-Jähriger aus Elektronikschrott und Bauteilen für 5 Dollar einen Fernlenkwaffendetektor entwickelt, der so geheime Daten von Atomtests aufzeichnen konnte, dass das amerikanische Verteidigungsministerium das Gerät aus Sicherheitsgründen konfiszierte – und es in einen militärischen Abwehrsatelliten einbaute.
Patrick Flanagan gelang es, mit dem Neurophone sein eigenes Schnell-Lerngerät zu entwickeln. Er stellte aber fest, dass seine Erfindung darüber hinaus noch ganz andere, außergewöhnliche Möglichkeiten bot. U. a. nutzt die Klangübertragung mit dem Neurophone einen neuen, zusätzlichen Hörkanal (oder 6. Sinn) des Menschen: Hören über die Haut. Tatsächlich waren selbst Menschen mit chirurgisch völlig entferntem Innenohr in der Lage, mit dem Neurophone Sprache oder Musik zu hören.

Fast noch überraschender ist jedoch die Wirkung des Neurophone auf unsere Gehirnwellenaktivität. Schon eine kurze Anwendung des Neurophone lässt unsere Gehirnfrequenzen aus dem aktiven ‚Stressmuster’ der Betawellen in entspanntere Bereiche wie den Alphazustand übergehen. Und auch in Delta- und Thetabereiche, die normalerweise nur in tiefen Meditationszuständen oder Tiefschlaf auftreten. Den Deltabereich bezeichnet Patrick Flanagan heute als ‚Heilmodus’, weil unser Körper im Deltazustand die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Vor allem aber synchronisiert das Neurophone bereits nach 10-15-minütiger Anwendung unsere beiden Gehirnhälften, wie sich mit EEG-Messungen nachweisen lässt. Nach den Maßstäben eines elektronischen IQ-Messgeräts (Neuro-Effizienz-Analysegerät), an dessen Entwicklung Patrick Flanagan ebenfalls beteiligt war, bedeutet das buchstäblich eine Höchstleistung – nämlich einen theoretisch unbegrenzten Intelligenzquotienten! Ein Test bei Patrick Flanagan ergab einen IQ, der ‚irgendwo über 200’ lag, also jenseits der Messskala. Er selbst führt dieses erstaunliche Ergebnis auf den jahrelangen Gebrauch seines Neurophone zurück.


Veröffentlicht in ’nature’, Ausgabe Mai/ Juni 2005
 

 

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