Das Neurophone   I


Zeitveränderte Phänomene im Deltazustand
Aus einem Interview mit Patrick Flanagan
Von Katrin Klink

Es heißt, dass in den letzten Sekunden vor dem Tod oft das ganze Leben an einem vorbeiziehe; immer wieder berichten Menschen davon, dass sie lebensgefährliche Situationen wie in Zeitlupe erlebt hätten. Patrick Flanagan lieferte vor kurzem in einem Interview eine erstaunliche Erklärung für dieses Phänomen.

Während seiner Arbeit am Neurophone hatte sich Patrick Flanagan ausführlich mit den verschiedenen Gehirnwellenfrequenzen beschäftigt. Durch die Anwendung des Neurophone werden sehr schnell die beiden Gehirnhemisphären perfekt synchronisiert und Gehirnwellen u. a. im Deltabereich erzeugt. Deltawellen produziert unser Gehirn normalerweise im Tiefschlaf; dann schüttet unser Körper bestimmte Hormone aus und aktiviert Selbstheilungskräfte; deshalb nennt Patrick Flanagan diesen Zustand auch „Heilungsmodus - einen Modus der Verjüngung und Wiederherstellung bzw. Kräftigung der Zellen, die elektrische Ladung verloren haben.“

In den 70er Jahren kam der indische Yogi Swami Rama in die USA und ließ sich dort an der renommierten Mayo Klink von einem Forscherteam untersuchen. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, wie Yogis dazu in der Lage waren, Körperfunktionen wie z. B. die Körpertemperatur bewusst zu beeinflussen. Patrick Flanagan war an den Untersuchungen beteiligt und wurde ebenfalls untersucht. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass er – ebenso wie Swami Rama – mit weit geöffneten Augen Alpha-, Theta- und Deltawellen produzieren konnte, selbst wenn man ihn komplizierte mathematische Aufgaben lösen ließ. Tatsächlich produzierte Patrick Flanagan dieselben Gehirnwellen wie Swami Rama.

Er geht davon aus, dass seine außergewöhnlichen Gehirnwellenmuster weniger mit ihm persönlich zu tun hatten als mit dem Neurophone, das er damals schon mehrere Jahre lang intensiv genutzt hatte. Das Neurophone erleichtert und beschleunigt einen Übergang in den Deltazustand; die neueste Neurophone-Version hat zwei spezielle ‚Sleep-Entrainment’-Sequenzen eingebaut, die den Anwender gezielt und schnell in den Deltazustand versetzen können.
Patrick Flanagan erzählte als Beispiel für ein auf Deltawellen basierendes ‚Zeitphänomen’ die Geschichte eines Rennfahrers  namens Graham Hill, der in den 50er Jahren einer der bekanntesten Formel 1-Piloten war:

„Nach einem Rennen in Monaco – Graham Hill hatte das Rennen gewonnen – war auf der Siegesfeier unter Tausenden von Gästen auch eine Frau, auf die Graham Hill zuging. Er sagte zu ihr: “Ich habe Sie heute auf der Tribüne gesehen!“ Sie erwiderte: “Es waren hunderttausend Zuschauer bei dem Rennen. Sie sind mit einer Geschwindigkeit von 200 Meilen pro Stunde an den Tribünen vorbeigefahren. Es ist unmöglich, dass sie mich gesehen haben, inmitten all dieser hunderttausend Menschen.“ Und er sagte: "Sie waren folgendermaßen gekleidet...“ - und gab ihr eine genaue Beschreibung der Kleidung, die sie getragen hatte.
Jenkinson fragte Hill: "Machen Sie Witze? Ist es wirklich wahr, was Sie gerade gesagt haben?" Und Graham Hill sagte: „Ja, ich kann mich sehr klar daran erinnern.“
Daraufhin haben sie Hill in einem Rennsimulator bei verschiedenen Geschwindigkeiten getestet. Mit ihm geschah Folgendes: wenn er die Geschwindigkeit von 180 Meilen pro Stunde erreichte, dann ging sein Gehirn in einen reinen Deltazustand über; sein Gehirn produzierte reine Deltawellen und ab diesem Moment sah er alles wie in Zeitlupe. Während er also mit 200 Meilen pro Stunde an der Tribüne vorbeifuhr, war es für ihn so, als würde im er Geiste an der Tribüne vorbei spazieren. Er konnte sich dabei Zuschauer anschauen und so war ihm die Frau aufgefallen, weil ihm die Art ihrer Kleidung gefallen hatte.“

Laut Patrick Flanagan besitzt jeder Mensch eine Art bestimmter ‚maximaler Geschwindigkeit’. Überschreitet er diese, setzt der Verstand aus und er verliert die Kontrolle; Graham Hills Erfahrung ist also nicht zur Nachahmung zu empfehlen.
Wie Patrick Flanagan sagt, kann sich die Erfahrung dieses Zeitlupeneffekts im Deltabereich jedoch im Laufe des Lebens verändern. Er sagte weiter:
„Mir ist dasselbe in meinem Leben passiert und wenn ich eine bestimmte Geschwindigkeit erreiche, schalte ich auch auf Zeitlupe. Das ist etwas, das sich im Laufe meines Lebens entwickelt hat, denn ich erinnere mich, als ich sehr jung war und jemand einen Baseball geworfen hatte. Dieser Ball kam direkt auf mich zu, ich war wie gelähmt – und der Baseball traf mich genau am Kopf.
Wenn so etwas passiert realisiert man, dass man keine Kontrolle hat: der Baseball kam so schnell und es war eine gefährliche Situation und ich war gelähmt wie die meisten Menschen in einer solchen Situation.
Das passierte, als ich sehr jung war. Später in meinem Leben geschah eine ganz ähnliche Situation, dieses Mal geschah es aber wie in Zeitlupe; und alles was ich dann tun musste war, meinen Kopf leicht zur Seite zu bewegen, so dass der Ball mich verfehlte. Dies ist ‚bewusste Bewusstheit’.“
Die er nach seinen Aussagen mit dem Neurophone über die Jahre hinweg intensiv trainiert hat – so intensiv, dass er in Notfällen’die Zeit beeinflussen’ seine Wahrnehmung so verändern kann, dass er wie Graham Hill das Geschehen in Zeitlupe wahrnehmen und entsprechend reagieren kann.

Mit Auszügen aus dem Buch ‘Patrick Flanagan’ von Dr. Patrick Flanagan uns Katrin Klink
Veröffentlicht in der Matrix 3000, Michaels Verlag, Ausgabe Mai/ Juni 2005
 

 

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